Der Schleifprozess ist meist der letzte Bearbeitungsschritt und sorgt für die gewünschte Oberflächengüte und die Maßhaltigkeit des Bauteils. Beim Schleifen wird viel Reibungsenergie auf einen kleinen Bereich des Bauteils konzentriert, dies kann im ungünstigen Fall zur thermischen Schädigung des Materials führen: Dem Schleifbrand!

Insbesondere die Randzonen des Werkstücks sind häufig betroffen. Durch die hohe thermische Belastung kommt es zu Gefügeveränderungen und Änderungen des Eigenspannungszustandes. Dies wiederum erhöht die Gefahr der Rissbildung.

Schleifbrand kann bei starker Schädigung des Werkstücks optisch in Erscheinung treten. Sie erkennen dies an einer deutlichen Verfärbung des Materials. Die Mehrzahl der auftretenden Schleifbrände sind jedoch nicht sichtbar.  Hier treten die Gefügeveränderungen und Spannungsänderungen nur in tieferen Schichten des Werkstücks auf.  Um solch einen verdeckten Schleifbrand zu erkennen werden spezielle Prüfmethoden angewandt.

Warum habe ich Schleifbrand?

Schleifbrand ist nicht nur lästig, er ist auch teuer. Ausschuss durch Schleifbrand bedeutet für Sie sinkende Produktivität durch erhöhte Zeit- und Kostenaufwendungen. Um etwas gegen den Schleifbrand zu tun, muss man erst verstehen warum er auftritt.

Wie bereits erwähnt ist Schleifbrand die Folge hoher thermischer Belastung des Werkstücks beispielsweise durch:

  • Falsche Form und Anordnung der Kühlschmierstoffdüsen
  • Einsatz eines nicht geeigneten Kühlschmierstoffs
  • Schlechter Zustand der Schleifscheibe
  • Falsche Einstellung der Vorschubgeschwindigkeit
  • Geometrie des Werkstücks

Diese Faktoren einzeln oder in Kombination können Schleifbrand erzeugen.

Was Sie tun können!

  • Die Schleifscheibe sollte gut gespült werden und sich nicht zusetzen. Sie erzielen ein gutes Spülergebnis, wenn Sie einen Kühlschmierstoffstrahl senkrecht auf die Schleifscheibe richten. Durch die Wahl eines geeigneten Kühlschmierstoffs können Sie die Spülwirkung positiv beeinflussen.
  • Überprüfen Sie die Külschmierstoffdüsen. Es sollte genügend Kühlschmierstoff in den Schleifspalt dosiert werden. Die Austrittsgeschwindigkeit sollte sich an der Geschwindigkeit der Schleifscheibe orientieren und in etwa der Umfangsgeschwindigkeit entsprechen. Sie verhindern hierdurch einerseits eine Unterversorgung und andererseits ein abprallen des Strahls von der Scheibe.
  • Schleifen Sie nur so fein wie nötig! Je schnittiger die Schleifscheibe, desto weniger thermische Energie.

 

 

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